No.1 La Passione



Il Giardino Armonico
Giovanni Antonini, Dirigent
Christian Moritz-Bauer, Musikwissenschaftler
Bernhard Lassahn, Autor
Gueorgui Pinkhassov, Fotografie

Programm

Joseph Haydn (1732–1809)
Sinfonie Nr. 1
in D-Dur, Hob. I:1 (1757)

Joseph Haydn (1732–1809)
Sinfonie Nr. 39
in g-Moll, Hob. I:39 (1765)

Christoph Willibald Gluck (1714–1787)
Don Juan ou Le Festin de Pierre
Ballet Pantomime (1761). Originale Version

Joseph Haydn (1732–1809)
Sinfonie Nr. 49
in f-Moll, Hob. I:49 «La Passione» (1768)


HAYDN-NÄCHTE / HAYDN-LOUNGE


Haydn-Nächte in der Martinskirche Basel und im Schloss Esterházy in Eisenstadt und eine Haydn-Lounge in der Tonhalle Zürich. Die erste Tournee «La Passione» greift das Thema «Leidenschaft» auf und bettet Haydns Musik in innovative und genreübergreifende Konzertformate. Die musikalischen Darbietungen werden von literarischen Annäherungen, Werkgesprächen, kulinarischen Genüssen und fotografischen Beiträgen der Fotoagentur Magnum Photos ergänzt. Man darf auf besonders atmosphärische und sinnesfrohe Musikerlebnisse gespannt sein.

Besetzung

1. Violinen _Stefano Barneschi*, Fabrizio Haim Cipriani, Ayako Matsunaga, Liana Mosca
2. Violinen _Marco Bianchi*, Francesco Colletti, Judith Huber, Maria Cristina Vasi
Violen _Renato Burchese*, Carlo De Martini
Celli _Paolo Beschi*, Elena Russo
Kontrabässe _Giancarlo De Frenza* Stefan Preyer
Hörner _Christian Binde*, Edward Deskur, Stefan Blonk, Martin Lawrence
Oboen _Emiliano Rodolfi*, Josep Domenech
Fagott _Alberto Guerra
Cembalo _Riccardo Doni

«Ich bin verrückt nach ihm.»

Simon Rattle, Chefdirigent der Berliner Philharmoniker, über Joseph Haydn (Die Zeit, 31.05.2009)

Bilder


Exklusiv für Haydn2032:
«La Passione» fotografiert von Gueorgui Pinkhassov, Magnum Photos



Die erste Radiale Nacht Haydn2032
«La Passione» am 21. Juni 2014 im Berliner Radialsystem.



Pressekonferenz:
Giovanni Antonini stellt am 21. Juni 2014 das Projekt Haydn2032 im Radialsystem in Berlin vor

Audio

Hörproben von der ersten CD-Produktion «La Passione». CD und limitierte Sammleredition ab dem 7. Oktober 2014 im Handel erhältlich.


Joseph Haydn (1732 - 1809)
Sinfonie Nr. 39 in g-Moll, Hob. I:39 (1765)

I. Allegro assai


Joseph Haydn (1732 - 1809)
Sinfonie Nr. 49 in f-Moll, Hob. I:49 «La Passione» (1768)

II. Allegro di molto


Christoph Willibald Gluck (1714 - 1787)
Don Juan ou Le Festin de Pierre, Ballet Pantomime (1761), originale Version

XV. Allegro non troppo

Video


Giovanni Antonini über Haydn2032



Autor Bernhard Lassahn über Haydn2032



Making-of:
Giovanni Antonini mit Il Giardino Armonico in den Teldexstudios



Die erste Haydn-Nacht im Radialsystem Berlin


WISSEN

Franz Joseph Haydn
Sinfonie Nr. 1 D-Dur

von Christian Moritz-Bauer

Als Joseph Haydn 17 Jahre alt war, d.h. also 1749, musste er seine erste musikalische Wirkungsstätte – das Kapellhaus von St. Stephan zu Wien – verlassen. Sein Stimmbruch hatte längst eingesetzt und zudem ...
Franz Joseph Haydn
Sinfonie Nr. 39 g-Moll

von Christian Moritz-Bauer

Mit Hob I:39 hat das vorliegende, dem Motto «Leidenschaft» gewidmete und mit «La Passione» überschriebene Programm nicht nur einen weiteren Schöpfungsakt – dem sinfonischen Erstling ...
Franz Joseph Haydn
Sinfonie Nr. 49 f-Moll
«La Passione»

von Christian Moritz-Bauer

Die Sinfonie in f-Moll ist die einzige des Auftaktprojekts zu Haydn 2032, von der sich das Autograph erhalten hat. Dieses wird in der Stockholmer Musik- und Theaterbibliothek ...
Christoph Willibald Gluck und seine Zeit
Gekürzte Fassung aus: Sybille Dahms, «Einige Fragen zur Originalfassung von Gluck und Angiolinis Don Juan»

Als die Ballettpantomime Don Juan mit der Ballettmusik Christoph Wlillibald Glucks und in der Choreographie von ...

PRESSE

«[...] da ist nichts zopfig oder verstaubt. Da wird mit einer enormen musikalischen Spannung den einzelnen Motiven und Stimmen neugierig nachgelauscht – nach Vorn ins zu entdeckende Land. [...]»

RBB Inforadio, 22. Juni 2014, Harald Asel

«[...] mit vollem Körpereinsatz und dramatischer Mimik gibt er [Antonini] seinen Musikern den Takt an. [...]»

Deutschlandradio, 22. Juni 2014, Anne Berger

«Neben seinem ausgesprochenen Sinn für Klangfarben und für das Aufdecken von subkutanen Spannungsbögen fasziniert dabei ironischerweise auch, wie er [Antonini] Haydns Symphonik [...] aus dem extremen Pianissimo entwickelt. Diese neue dynamische Eichung schafft Raum für ein entspannteres, instrumentengerechteres und farbenreicheres Musizieren im Fortissimobereich.»

Der Tagesspiegel, 23. Juni 2014, Carsten Niemann

«Herrlich geistesgegenwärtiger Auftakt einer editorischen Großtat.»

Tagesspiegel, Ulrich Amling, 7.Dezember 2015

«Über die Frische der Spielweisen der Originalklanginstrumente, die Spritzigkeit der musikalischen Diktion, die gerade bei dem symphonischen Experimentator Haydn in mannigfachen Varianten sich auslebt, die Pointierungslust und animierende Klangsprache braucht man sich bei Antonini ja nicht zu sorgen.»

Salzburger Nachrichten, Karl Harb, 10. November 2014

«Es reisst einen förmlich vom Stuhl. Wer dem italienischen Ensemble Il Giardino Armonico und seinem Dirigenten Giovanni Antonini zuhört, käme nie und nimmer auf den Gedanken, dass Joseph Haydn einst mit dem Epitheton «Papa» geschmückt war - so umwerfend spritzig und temperamentvoll, dabei hochvirtuos wird hier musiziert.»

Neue Zürcher Zeitung, Peter Hagmann, 7. November 2015

«Doch was einen wirklich vom Stuhl reisst, ist, wie Haydns Musik von Antonini und Il Giardino Armonico erzählt wird. Sie entfalten in den Allegro-Kopfsätzen der 1. und 39. Sinfonie eine leidenschaftliche Klangrede, spielen mit viel Drive und grosser Dynamik, brechen den Fluss ironisch auf. Diese Musik pulsiert, lebt. Die Andante-Sätze beider Sinfonien sind vergnügliche Spaziergänge durch weite Landschaften oder ausladende Schlossgärten – als würden Verliebte flanieren, die einen gescheiten Dialog führen. Die Menuett-Trio-Sätze in der 39. und 49. Sinfonie sind der beste Beweis dafür, wie spannend ein Menuett klingen kann: prägnant artikuliert, tänzerisch leicht und doch von inhaltlicher Tiefe.»

bz, Christian Fluri, 6. November 2014

«Dieser ‚italienische Haydn’ hat schon etwas für sich [...].»

Crescendo, RA, 7/2014

«Schön an dieser Aufnahme ist, dass Antonini über der Raserei des Blutes hinweg nicht die architektonischen Kräfte in der Musik vergisst. So harsch die Streicher von Hatz, Gier und Angst erzählen, so besonnen zeichnen die Bläser harmonische Verläufe und regelmässige Perioden nach[...]. Doch dann und wann können die Hörner auch ganz anders – und heulen im Sturm wie die Höllenhunde.»

Frankfurter Allgemeine Zeitung, Jan Brachmann, 21. Dezember 2014

«Hier faucht der Atem feuriger Furien.»

Frankfurter Allgemeine Zeitung, Jan Brachmann, 21. Dezember 2014

«Und hinreissende Tempi wählt er: feurige, tänzerische, aschfahl melancholische.»

Neue Züricher Zeitung, Peter Hagemann, 7. November 2014

«Es scheint, als ob Il Giardino Armonico nie etwas anderes gespielt hätte, als Wiener Klassik[…]. Und was sie dem alten Haydn da entlocken können, ist höhrenswert. Haydn erweist sich als so brilliant wie ironisch-schlitzohrig.»

Robert Strobl, Toccata, Januar 2015
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